Interview: Bloodwork
Hi Susi,
hier kommen die beantworteten Fragen. Danke für die promte Reaktion, hat Spaß gemacht das Interview zu schreiben. Nen Gig in Hessen bekommen wir dieses Jahr bestimmt auch noch hin.
Bloodwork Interview - Februar 2009
Hallo Nikko und Bloodwork,
1. Stellt allen da draussen die euch noch nicht kennen eure Band mal vor.
Nikko: Hi, wir sind Bloodwork aus dem schönen und langsam den Klauen des Winters entkommenen Paderborn. Seit 2006 machen wir unter diesem Namen Musik, von der böse Zungen behaupten, es sei Metalcore. Diejenigen, die nicht mit bösen Zungen, sondern ihren Ohren Musik hören, kategorisieren uns gemeinhin als Melodic Death Metal. Ich denke jedem, der auf tiefergestimmtes Brett steht und nichts gegen ein paar Gesangseinschübe hat, kann ich empfehlen mal reinzuhören.
2. Gestern habt ihr in Arnsberg gespielt. Wie ist der Gig so verlaufen, wieviele Metalheads waren da und was sind so eure einschlägigsten Erinnerungen an diesen Abend?
Nikko: Zuallererst einmal die mitunter spannende Hinfahrt in das, nach wie vor, den Klauen eben erwähnten Winters erlegene Sauerland. Ich glaube so spät haben wir bisher nie auf der Bühne gestanden. 1:15 Uhr Stagetime ist eine Herausforderung, sowohl an den eigenen Willen zur Abstinenz, sowie an das Durchhaltevermögen der von zwei Festivaltagen gechwächten Headbanger, die von unserem "Vorprogramm" in Form der hervorragenden Dark Age, sowie Unleashed recht mitgenommen waren. So hatten sich zu unserer Show die Reihen leider schon etwas gelichtet. Ich schätze mal, dass noch etwa 200 Leute bei uns fit genug waren, die Show im wachen Zustand zu erleben. Insgesamt war es doch eine gute Show und das Festival gut organisiert und durchgeführt. Das ein oder andere Mitglied der ansosnten netten Crew, sollte allerdings nocheinmal am Tonfall gegenüber den Künstlern arbeiten.
3. Letztes Jahr wart ihr mit den Dänen von Hatesphere unterwegs auf Tour. Wie war es on the Road und wie kamt ihr mit den Jungs so aus, erzählt uns mal einen Schwank eurer Tourerlebnisse....
Nikko: Hahaha- Hatesbeer, ääh Hartz IV, nein Hatesphere; ja, das war eine Sause. Ich denke der Großteil der Tourerlebnisse ist entweder alkoholbedingt aus den Windungen des Gehirns getilgt, oder aber von solcher Natur, dass ich in öffentlichen Medien lieber kein Wort darüber verliere. Zehn Tage auf recht engem Raum in einem Nighliner zu verbringen stellt natürlich eine gewisse Herausforderung an das Immunsystem und die Sozialkompetenzen dar. Nach der zweiten Show im schweizerischen Winterthur und der anschließenden Aftershowparty waren uns zwei Dinge klar: "Dänen lügen nicht" und das die Jungs uns absolut nett behandelt haben. Für Hatesphere war es der zweite Teil ihrer Europatour und dementsprechend haben sie es zumindest ein wenig ruhiger angehen lassen. Einen guten Teil des tourbedingten Feierns haben wir so mit 6 Reasons To Kill, sowie den verrückten Faröern von SIC erledigt. Absolute Highlights waren auf jeden Fall die unglaubliche Show von Gojira, mit denen wir in der Schweiz ein Konzert teilten, die wunderschöne Innenstadt Triers, sowie die drei Abschluss-Shows in Holland. Mehr Eindrücke davon kann auf jeden Fall unsere kleine Tour Doku auf youtube (www.youtube.com/tedstriker666) vermitteln.
4. Demnächst spielt ihr mit unseren Hessischen Freunden von Existence Failed zusammen bei euch in Paderborn. Welche Erwartungen habt ihr an dieses Konzert?
Nikko: Oh ja. Cool, dass Du die Brüder kennst. Mit Existence Failed haben wir 2008 am Wacken Metal Battle teilgenommen. Das ist so eine der Bands, mit denen man auf Anhieb musikalisch, wie persönlich bestens auskommt. Nachdem Ken und seine Jungs uns im letzten Jahr auf ein Konzert eingeladen haben, war es klar das wir uns früher oder später revangieren müssten. Also wird am 27.03.2010 in der Paderborner Kulturwerkstatt zum Anlass unseres Wacken DVD Releases mit Existence Failed, The Mercury Arc, Desolation und Ophis ordentlich gefeiert. Die Erwartungen sind in jedem Fall ein volles Haus, exzellente Musik handverlesener Künstler, literweise Paderborner und eine grandiose Aftershowparty in der ein oder anderen Kneipe, nachdem die Kulte ihre Pforten schließt. Definitv ein Pflichttermin für alle Headbanger NRWs!
5. Was machen Bloodwork derweil? Seid ihr schon am schreiben von neuem Material oder lasst ihr es erstmal ruhiger angehen und habt andere Pläne?
Nikko: Hahaha, nee ruhiger gibt es bei uns nicht. Der Nachfolger zu unserem Debut Album ist fast fertig produziert. Er wird "Ultima Ratio" heißen und hoffentlich bis zum Sommer erscheinen. Ich schreibe momentan bereits an unserem dritten Album; also es geht kontinuierlich weiter. Außerdem arbeiten wir an der Konzeptionierung eines weiteren Videos und booken auch noch für 2010 so viele Shows wie möglich. Eine Tour zum Release ist auch in Planung, allerdings werden wir, was das angeht, erst in ein paar Wochen Genaues haben. Stillstand ist Tod, also lassen wir den Fuß lieber auf dem Gaspedal.
6. Habt ihr vor noch weitere Musikvideos aufzunehmen?
Nikko: Oh, da habe ich in meiner letzten Antowrt wohl etwas vorgegriffen. Nun ja, auf jeden Fall wird es für das nächste Album wieder ein Video geben. Aufgrund der damit verbundenen Kosten planen wir allerdings noch ein wenig daran herum, denn zum einen soll es ja gut aussehen, zum anderen aber nicht gerade unsere ohnehin oft recht flachwässrige Bandkasse sprengen.
7. Welche Bands hört ihr in eurer Freizeit am liebsten eher die harten Töne oder eher etwas ruhigere?
Nikko: Das ist recht verschieden innerhalb der Band. Metal ist auf jeden Fall was wir machen und auch am liebsten hören. So gehen wir auch neben dem metallischen Bandalltag am Wochenende auf Konzerte und gitarrenlastige Parties und auch die heimische Steroanlage wird nur selten von ausgangsstarker Musik verschont. Ich persönlich habe aber auch gerne zuweilen WDR3 eingeschaltet und freue mich auf die in Paderborn beginnende Jazz-Konzert-Saison. Zum größten Teil kümmert ihr euch selbst um den MEDIALEN Part von Bloodwork was sicher einiges an Kosten einspart.... aber kriegt ihr das bei all euren Aktivitäten und Konzerten noch alles unter einen Hut? Natürlich ist so ein komplettes Selbstmanagement nicht gerade unstressig. Eigentlich müsste man unsere Vorgehensweise als Fulltime Job sehen. Natürlich haben wir hier und da auch Hilfe. Hier muss man zum Beispiel Davids Bruder Lukas erwähnen, der seit Jahr und Tag wohl als sechstes Bandmitglied bezeichnet werden kann. Als Freelancer im Videobereich ist er es, der für unsere Videos verantwortlich ist. Außerdem haben wir natürlich auch Freunde und Kollegen, die zuweilen am Merchstand helfen, oder auch einfach nur mal so mit auf Shows kommen um beim Klamotten schleppen zu helfen. So viel Arbeit es aber auch manchmal mit sich bringt, fühlen wir uns trotzdem sehr wohl dabei, den Großteil unseres Schaffens in der eigenen Hand zu haben.
9. Nikko für welche Band im Independant-Label-Bereich bist du verantwortlich was die Produktion angeht?
Nikko: Hahaha, hat sich das etwa rumgesprochen? Also hier und da kommt es vor, dass ich Bands aufnehme und mische. So habe ich die letzte Scheibe der Paderborner Schwertschwinger von Torian produziert. Zuweilen unterstütze ich auch Götz von den 7 Seals beim Vorproduzieren ihres nächsten Werkes und werde mich wohl auch bei der Produktion der nächsten CD unserer Freunde von Despised beteiligen. Leider habe ich momentan nicht mehr die Möglichkeit Bands aufzunehmen, aber wenn jemand mal etwas gemixt, oder gemastert haben möchte kann er mich gerne auf meiner myspace Seite (www.myspace.com/dreamquestmetal) kontakten.
10. Hinterlasst euren Fans zum Schluss noch ein paar nette Worte, bitte.
Nikko: Okay, dann bedanke ich mich doch direkt bei all den Headbangern, die meinem Geschwafel bis hierher folgen konnten und natürlich bei allen Jungs und Mädels, die uns auf unseren Konzerten immer so hervorragend unterstützen. Ohne Euch hätten wir kaum einen Grund uns so reinzuhängen. Wir sehen uns demnächst an der Bühne.
Nikko, ich danke euch fürs Interview und bin froh eure Band zu kennen. Wünsche auf eurem weiteren Weg alles Gute und ich hoffe euch mal live in Hessen erleben zu können. Keep it metal, Susi
Nikko: Alles klar. Ich danke dir und gebe das mal so zurück. Bis hoffentlich demnächst mal auf ein Pils, am besten bei einer Show. Vielleicht sieht man sich ja m 27.03.10 zum Anlass des Releases unserer Wacken DVD, auch wenn das nicht ganz in Hessen stattfinden wird.
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